Der bundesweite Warntag hat am Donnerstagvormittag im Landkreis Rottweil weitgehend funktioniert. Am Hauptstraßenkreuz in Rottweil gaben die Mobiltelefone der dort eingesetzten Feuerwehrleute wie auch die von Passanten um 11 Uhr hörbar Alarm. Bei den Sirenen fällt die Bilanz nach ersten Leserrückmeldungen dagegen uneinheitlich aus.
Punkt 11 Uhr war es so weit: Am Hauptstraßenkreuz in Rottweil begannen zeitgleich zahlreiche Mobiltelefone zu schrillen – die der dort im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute ebenso wie die von Passanten. Die Warnung über Cell Broadcast erreichte die Geräte ohne erkennbare Verzögerung. Vonseiten der Stadtverwaltung war Fachbereichsleiter Bernd Pfaff vor Ort und zeigte sich angetan von der Leistungsfähigkeit der mobilen Sirene und des Durchsagesystems der Feuerwehr. Die Sirene werde sicherlich gut wahrgenommen, die Durchsagen – hier von Feuerwehrsprecher Marius Daute – waren sehr gut verständlich, so Pfaff.

Auch in der NRWZ-Redaktion kam die Warnung mehrfach an: über Cell Broadcast sowie über die Warn-Apps NINA und BIWAPP. Damit haben im Test alle drei genutzten Warnkanäle gemeldet.
Ein gemischteres Bild ergeben die ersten Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern, die die NRWZ auf Facebook um Erfahrungsberichte gebeten hatte. Aus Schramberg wird gemeldet, dass sowohl die Sirenen im Ort als auch die Warn-App NINA deutlich beziehungsweise zuverlässig funktioniert haben. In Schramberg-Sulgen kam eine Handywarnung nach Angaben einer Leserin mit rund zwei Minuten Verzögerung an, ansonsten habe alles geklappt. Dort war zusätzlich ein Fahrzeug mit Sirene und Lautsprecherdurchsage unterwegs, das noch am anderen Ortsende gut zu hören gewesen sei.
Positive Rückmeldungen gibt es auch aus Sulz am Neckar und dem Sulzer Stadtteil Renfrizhausen sowie aus Rottweil-Göllsdorf, wo die Handywarnung ankam.
Lücken meldeten Leser dagegen bei den Sirenen: Im Bereich der Ruhe-Christi-Kirche in Rottweil sei nichts zu hören gewesen, während die Handywarnung funktionierte. Eine weitere Leserin berichtet, keine Sirenen gehört zu haben, ohne einen Ort zu nennen.

Ein abschließendes Bild ergibt sich daraus noch nicht. Die offizielle Auswertung des Warntags nimmt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) vor; die Kommunen prüfen ihre Sirenen jeweils selbst. Wer Auffälligkeiten bemerkt hat, kann sie weiterhin in den Kommentaren oder direkt bei seiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung melden.
Beispielhafte Warnung und Entwarnung auf einem Smartphone:


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