Benachrichtigung

Beißattacke am Grillplatz Hausen: Polizei ermittelt nach Hundeangriff

Ein Labrador erlitt mehrere Bisswunden. Der Halter des anderen Hundes soll seine Personalien verweigert haben.

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Bei Hausen ob Rottweil soll ein großer Hund am Mittwochabend einen Labrador angegriffen und mehrfach gebissen haben. Die Polizei bestätigt auf Anfrage der NRWZ, dass sie den Fall aufgenommen hat. Wer den angreifenden Hund geführt hat, ist offenbar noch unklar.

Der Vorfall ereignete sich nach Schilderung der betroffenen Person am Mittwoch, 4. November, gegen 17.20 Uhr auf einem Feldweg knapp südlich des Grillplatzes am Ortsrand von Hausen ob Rottweil. Sie hat ihre Darstellung anonym in einer Rottweiler Facebook-Gruppe veröffentlicht und bittet dort um Hinweise. Der Beitrag wurde bis Freitag mehr als 40 Mal geteilt.

Die Polizei bestätigt den Einsatz. Beamte der Polizeihundeführerstaffel Rottweil haben den Sachverhalt aufgenommen, teilte Fabian Herkommer von der Pressestelle der Polizei auf NRWZ-Anfrage mit. „Die Ermittlungen dauern an“, so Herkommer. Einzelheiten zum Ablauf hat die Polizei bislang nicht genannt. Die folgende Darstellung beruht auf den Angaben der betroffenen Person.

Demnach rief der Halter des anderen Hundes bereits aus 50 bis 100 Metern Entfernung, sie solle verschwinden. Kurz darauf habe sich sein Hund losgerissen und den Labrador angegriffen, ohne dass es zuvor eine Provokation gegeben habe. Der Mann habe seinen Hund nur mit großer Mühe von dem Labrador lösen können. Das Tier habe zudem versucht, auch den Menschen anzugreifen. Der Labrador erlitt mehrere Bisswunden.

Anschließend soll der Mann sich geweigert haben, seine Personalien zu nennen, und mit seinem Hund gedroht haben. Die betroffene Person zog sich nach eigenen Angaben zurück und verständigte die Polizei.

Den Halter schätzt sie auf etwa 40 bis 60 Jahre. Erkennen konnte sie ihn in der Dunkelheit nicht. Der Hund sei groß gewesen und habe von Größe und Statur her einem Rottweiler geähnelt, die Rasse lasse sich aber nicht sicher bestimmen. Der Mann habe den Hund „Taco“ oder „Paco“ gerufen – auch hier ist sich die betroffene Person nicht sicher.

Bereits am 22. Oktober soll es gegen 16 Uhr eine ähnliche Begegnung mit demselben Mann und seinem Hund gegeben haben, am anderen Ende des Waldstücks nahe einem Wanderparkplatz. Auch damals habe er gerufen, sie solle verschwinden, sonst greife der Hund an. Er habe das Tier aber noch halten können, man sei großräumig ausgewichen.

Der Weg wird häufig von Spaziergängern genutzt, in der Nähe liegt ein Spielplatz, auch Kinder sind dort mit dem Fahrrad unterwegs. Die betroffene Person äußert deshalb Sorge um die Sicherheit anderer Menschen und Tiere. Ihren Beitrag hat sie bewusst nicht unter ihrem Namen veröffentlicht, weil sie den Mann als aggressiv erlebt habe. Sie bittet zudem darum, in Kommentaren keine Namen oder persönlichen Daten zu veröffentlichen.

Wer am Mittwochabend im Bereich des Grillplatzes etwas beobachtet hat oder Hinweise auf den Mann und seinen Hund geben kann, kann sich an das Polizeirevier Rottweil wenden, Telefon 0741 477-0.

Kampfhund oder nicht?

In Baden-Württemberg regelt eine Polizeiverordnung des Landes aus dem Jahr 2000 das Halten gefährlicher Hunde. Als Kampfhunde gelten dort American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Pit Bull Terrier samt Kreuzungen. Der Rottweiler steht nicht auf dieser Liste.

Unabhängig von der Rasse kann die Gemeinde als Ortspolizeibehörde aber einen Hund als gefährlich einstufen, etwa wenn er bissig ist oder Menschen und Tiere aggressiv anspringt. Für solche Hunde gelten dann strenge Auflagen bis hin zu Leinen- und Maulkorbpflicht. Eine generelle Leinenpflicht im Wald gibt es im Kreis Rottweil dagegen nicht.

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