Der Kreisseniorenrat Rottweil will verstärkt um neue Mitglieder werben und visiert als Ziel eine Verdoppelung der Mitgliederzahl von derzeit 50 auf 100 an. „Wir sollten unbedingt erreichen, dass wir in jeder Kreisgemeinde zumindest ein Mitglied als Ansprechpartner des Kreisseniorenrats haben“, unterstrich der KSR-Vorsitzende Rainer Pfaller bei der vergangenen Vorstandssitzung.
Zunächst stellte sich die neue Sozialplanerin im Landratsamt, Regina Gerlich, vor. Sie wechselt beruflich aus der Forschung in die praktische Umsetzung, vor allem im Bereich Pflege. Derzeit arbeitet sie an der Fortschreibung des Kreispflegeplans, in dem auch Aspekte des Kreisseniorenplans berücksichtigt werden. Die Präsentation des überarbeiteten und nach Angaben Gerlichs deutlich ausführlicheren Kreispflegeplans ist für Februar 2027 vorgesehen. Für die stellvertretende KSR-Vorsitzende Kerstin Safian ist der Ausbau der Sozialplanung ein positives Signal in die richtige Richtung.
Mit Blick auf die Aktivitäten im kommenden Jahr wies Pfaller auf den Gemeindebesuch am 1. März 2027 in Aichhalden hin. Für die zweite Jahreshälfte könne man dann einen Besuch der Gemeinde Eschbronn ins Auge fassen. Zudem habe die Oberndorfer Seniorenbeauftragte Katrin Armbruster auf das Angebot aufmerksam gemacht, die Wanderausstellung „Was heißt schon alt?“ in den Kreis Rottweil zu holen. Pfaller konnte sich vorstellen, im Herbst 2027 in Dunningen eine Woche „Senioren im Blick“ unter Einbeziehung von Schulen, Kindergärten und Seniorengruppen zu veranstalten.
Safian bot an, Verena Klusmann, Professorin für Gesundheitsförderung und Prävention an der Hochschule Furtwangen, für einen Vortrag zum Thema „Sechs Impulse für vielfältige Altersbilder“ zu gewinnen. Nach Klusmanns Forschungsergebnissen tragen eine gesunde Lebensweise, Sport, regelmäßige Bewegung und vor allem eine positive Lebenseinstellung zu einer Verlängerung der Lebenszeit bei. Michaela Katz, Geschäftsstellenleiterin des Kreisseniorenrats beim Landratsamt, erklärte sich bereit, hinsichtlich der Bilderausstellung beim dafür zuständigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nachzufragen.
Angedacht wurde auch, eventuell wieder Arbeitsgruppen zu bestimmten Themenbereichen wie „Katastrophenschutz“ und „Digitalisierung / digitale Lotsen“ zu bilden. Der Vorstand diskutierte außerdem Vorschläge für eine größere, öffentlich wirksame Veranstaltung des Kreisseniorenrats, so die Durchführung eines Kreisseniorentags, eventuell unter Einbeziehung des Projekts „Aller Land“.
Nicht aus dem Auge verlieren will der KSR-Vorstand zudem das Vorhaben, eine Art „Jubiläumsveranstaltung“ zum 33-jährigen Bestehen des Kreisseniorenrats Rottweil mit einem prominenten und in puncto Senioren fachkundigen Festredner zu organisieren.