LSV Schwarzwald ist Deutscher Meister im Streckensegelflug

Hochgeschwindigkeits-Luftrennen über der Schwäbischen Alb mit knappster Entscheidung

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Amelie Mayer (16 Jahre) steuerte am 15.8.26 einen 343km langen Flug bei und war damit die schnellste Pilotin des LSV Schwarzwald in Runde 16 – gefolgt von Ihrem Vater Stephan Mayer. Foto: Amelie Mayer

Mit drei sehr guten Wertungsflügen erreichte der Luftsportverein Schwarzwald am letzten Wertungswochenende den ersten Platz der OLC-Bundesliga und ist somit Deutscher Meister 2026.

Die Anspannung vor dem letzten Wertungswochenende der OLC-Bundesliga war für das Team des Luftsportvereins Schwarzwald extrem. Punktgleich mit der FLG Dettingen/Teck war klar, dass jeder Flug zählen wird und Fehler nicht verziehen werden. Da der Abstand zum Drittplatzierten, dem FSC Odenwald Walldürn mit zehn Punkten recht komfortabel war, zählte nur eines: es musste eine Rundenplatzierung vor der FLG Dettingen erreicht werden.

Flüge bei Super-Wetter

Insbesondere am Sonntag lieferte das Wetter dann sehr gute Segelflugbedingungen – sowohl für die Schwarzwälder als auch die Dettinger Piloten. Trotz Urlaubszeit fanden sich dann sechs Piloten am Sonntagmorgen am Flugplatz Schramberg-Winzeln ein und bereiteten ihre Flugzeuge und sich selbst sorgfältig vor. Michel Schlaich, Kolja Zwadlo und Martin Kühn nahmen sich ein Dreieck Südschwarzwald – Odenwald – Regensburg vor. Kurze Zeit später starteten Matthias Sturm, Markus Schweizer sowie Sandra und Harry Hezel im Doppelsitzer.

Die drei planten eine „Hochgeschwindigkeitsstrecke“ über die Schwäbische Alb in Richtung Eichstätt und Regensburg. Dieser Plan ging dann auch voll und ganz auf. Alle drei erreichten Wertungsgeschwindigkeiten von über 130 km/h und den Rundenplatz zwei. Die Fliegerkameraden aus Dettingen erreichten den dritten Platz. Bis in den späten Abend hinein wurde die Tabelle beobachtet und geprüft, ob weitere Flüge gemeldet wurden. Gegen 23 Uhr war dann die Freude in der Fliegerklause groß, als klar war, dass die Deutsche Meisterschaft 2026 nach Winzeln kommt. Die Entscheidung war denkbar knapp. Harry Hezel sagte dazu: „Wir lagen in der Rundenwertung mit 342,14 Speedpunkten lediglich 0,04 Punkte vor den Dettinger Kameraden – knapper geht kaum“.

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Das Team Sandra & Harry Hezel beim Bundesligaflug über die Schwäbische Alb. Foto: Sandra Hezel

Sehr starker Beginn

Die Zeichen für den diesjährigen Meistertitel standen schon zu Saisonbeginn sehr gut. Bereits die erste Wertungsrunde konnte mit Platz 1 entscheiden werden. Über den Saisonverlauf waren dann auch weniger gute Platzierungen dabei, jedoch konnte immer die Gesamtplatzierung 1 oder 2 gehalten werden. Neben den langjährigen Leistungsträgern waren auch Nachwuchspiloten und -pilotinnen wie Frederik Görstner, Amelie Mayer, Fanny Franke und Felix Hezel Teil des Teams und lieferten wertvolle Punkte.

Bei der OLC-Bundesligawertung geht es im Gegensatz zu anderen dezentralen Wettbewerben ausschließlich um Flüge mit hohen Geschwindigkeiten. Dabei wird das schnellste „Zeitfenster“ eines Fluges mit seiner Durchschnittsgeschwindigkeit gewertet. Die richtige Flugtaktik bestimmt daher zu einem großen Teil über den Erfolg. In anderen Wettbewerben geht es meist auch um die Länge der Gesamtstrecke eines Fluges. Der Luftsportverein Schwarzwald beteiligt sich regelmäßig an mehreren Wettbewerben. Bei der entsprechenden WeGlide-Bundesligawertung belegte der Verein 2026 den sechsten Platz.

Für den Rest der Segelflugsaison können es die Piloten und Pilotinnen des LSV Schwarzwald nun etwas langsamer angehen lassen und das Wetter einfach für schöne Flüge nutzen.

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Auch Nachwuchspiloten liefern einen wertvollen Beitrag bei der Punktejagd für die Bundesliga. Hier landet Frederik Förstner bei der Rückkehr nach Winzeln. Foto: pm
Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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