Sanierung des Oberen Soolbads in Rottweil rückt näher: Bürgerinitiative plant Baustart

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Vorsitzender Henry Rauner erläutert die Baupläne des Oberen Soolbades. Foto: Friederichs

Die Bürgerinitiative DENK-MAL Rottweil sieht die Sanierung des denkmalgeschützten Oberen Soolbads auf der Zielgeraden. Nach Angaben des Vereins liegen die städtischen Förderzusagen vor, auch der Bescheid des Landesamts für Denkmalpflege wird erwartet. Bereits jetzt laufen erste Vorarbeiten, weitere Arbeitseinsätze sind für die kommenden Wochen geplant.

Rottweil. Bei ihrer 21. ordentlichen Mitgliederversammlung hat die Bürgerinitiative DENK-MAL Rottweil den Stand der geplanten Sanierung des Oberen Soolbads vorgestellt. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen können.

Nach Angaben des Vereins sind die Zuschüsse der Stadt bereits zugesagt. Zudem werde der Förderbescheid des Landesamts für Denkmalpflege erwartet. Dadurch könnten zunächst Arbeiten erfolgen, die keine denkmalrechtliche Genehmigung erfordern. Solche Vorarbeiten hätten teilweise bereits begonnen.

Der Vorsitzende Henry Rauner berichtete, dass Mitglieder der Bürgerinitiative bislang rund 1.000 Arbeitsstunden in das Projekt investiert hätten.

Neben den Vereinsregularien standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Die Mitgliederversammlung entlastete den Vorstand einstimmig. Neu zu Kassenprüfern gewählt wurden die Steuerberater Sibylle Losch und Dr. Stephan Ruß. Sie folgen auf Ralf Stölz, der in diesem Jahr verstorben ist, sowie Wolfram Langbein, der aus Rottweil weggezogen ist.

Einen breiten Raum nahm die Vorstellung der Sanierungsplanung durch das beauftragte Architekturbüro FRW Architektur Innenarchitektur ein. Architektin Friederike Ruoff erläuterte die vorgesehene Nutzung der einzelnen Geschosse.

Im Untergeschoss sollen unter anderem ein Aufzug, Sanitäranlagen – darunter ein barrierefreies WC –, Abstellräume sowie Ausstellungsflächen zur Geschichte der ehemaligen Soolbadanlagen entstehen. Das Erdgeschoss ist als Veranstaltungsraum mit Küchenbereich vorgesehen. Eine frühere Zwischenwand soll dabei denkmalgerecht im Boden sichtbar gemacht werden.

Im ersten Obergeschoss plant die Bürgerinitiative mehrere Räume, die Vereinen und Initiativen als sogenannte Bürger-Werk-Statt zur Verfügung stehen sollen. Das zweite Obergeschoss soll ebenfalls genutzt werden, wird aufgrund der baulichen Gegebenheiten jedoch nicht barrierefrei erreichbar sein.

Nach Angaben des Architekturbüros ist eine energetische Sanierung durch Innendämmung vorgesehen, wie sie bei denkmalgeschützten Gebäuden häufig zum Einsatz kommt. Außerdem soll das Gebäude künftig an das Fernwärmenetz der Stadt Rottweil angeschlossen werden.

Die Bürgerinitiative setzt bei den Arbeiten weiterhin auf umfangreiche Eigenleistungen. Vorgesehen sind unter anderem das Sortieren und Abtransportieren alter Baumaterialien, das Reinigen wiederverwendbarer Dachziegel sowie Malerarbeiten nach Abschluss der Lehmputzarbeiten. Nach Angaben des Vereins könnten dadurch Baukosten reduziert werden.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wurde auch über spätere Nutzungsmöglichkeiten der Räume diskutiert. Verschiedene Vereine brachten dazu Vorschläge ein.

Um weitere Helfer zu gewinnen, plant die Bürgerinitiative im Juli mehrere Arbeitseinsätze am Gebäude. Ab dem 18. Juli sollen jeweils samstags von 9 bis etwa 15 Uhr freiwillige Helferinnen und Helfer mitarbeiten können. Nach Angaben des Vereins sind Interessierte willkommen.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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