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„Die Tränen des Orpheus“: Sonntagsführung im Dominikanermuseum Rottweil

Thomas Haßler geht der Frage nach, was die Römer nach dem Tod erwarteten, und zeigt dazu ausgewählte Objekte aus der Bestattungskultur.

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Ein echter „Hingucker“ ist diese Gesichtsurne, die den Körper des Toten in abstrahierter Form wiedergeben sollte. Foto: Städtische Museen / R. Hak

Rottweil – Das Dominikanermuseum Rottweil lädt am Sonntag, 15. November, um 15 Uhr zur monatlichen Sonntagsführung ein. Thomas Haßler führt durch die Abteilung „römisches rottweil – arae flaviae“. Es geht um Abschied, Trauer und Glauben im römischen Rottweil, im Mittelpunkt steht die Sage von Orpheus und Eurydike.

Ein echter „Hingucker“ ist diese Gesichtsurne, die den Körper des Toten in abstrahierter Form wiedergeben sollte.
Ein echter „Hingucker“ ist diese Gesichtsurne, die den Körper des Toten in abstrahierter Form wiedergeben sollte. Foto: Städtische Museen / R. Hak

Treffpunkt ist das Foyer des Dominikanermuseums, teilt die Stadt Rottweil mit. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro zuzüglich Eintritt, Kinder bis 18 Jahre sind frei.

Die Führung unter dem Titel „Die Tränen des Orpheus“ geht Fragen nach, die sich auch die Menschen im römischen Rottweil stellten: Was kommt nach dem Tod? Erwartete die Verstorbenen ein Paradies, die Verdammnis oder einfach das Nichts? Welche Hoffnungen und Ängste verbanden die Menschen mit dem Jenseits? Auch der Umgang mit den Toten gehört dazu: Wie wurden sie bestattet, und wie wurde ihrer gedacht? Antworten suchen die Besucherinnen und Besucher anhand ausgewählter Objekte aus der antiken Bestattungskultur.

Die römische Siedlung Arae Flaviae birgt mit über 400 dokumentierten Bestattungen die größte Zahl römischer Gräberfunde in Baden-Württemberg, so die Stadt. Die zahlreichen Grabbeigaben geben Einblick in die religiösen Vorstellungen der damaligen Bewohner. Sie reichen von mediterranen und orientalischen Einflüssen bis zu lokalen keltischen Traditionen und zeigen, wie vielfältig die Einflüsse im römischen Rottweil waren.

Mit der Sage von Orpheus und Eurydike greift die Führung eine antike Erzählung auf: Der Sänger Orpheus steigt in die Unterwelt hinab, um seine geliebte Eurydike zurückzugewinnen. Die Geschichte verknüpfe sich mit den antiken Glaubenswelten und eröffne einen Zugang zu Fragen nach Verlust, Hoffnung und Abschied, die bis heute aktuell seien.

Weitere Informationen gibt es unter www.dominikanermuseum.de.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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