Frühzeitig richtig handeln: Brandschutzerziehung in den Kindergärten

Das gemeinsame Projekt von Feuerwehr und Kindergärten leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Kinder in der Gemeinde Dietingen

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Von links: Nicole Scheible (Feuerwehrabteilung Dietingen), Dominik Weisser (Gesamtkommandant der Feuerwehr Dietingen) und Bürgermeister Felix Hezel.

Wie verhalte ich mich, wenn es brennt? Wie hole ich Hilfe und wie verlasse ich ein Gebäude sicher? Mit diesen wichtigen Fragen beschäftigen sich künftig schon die jüngsten Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Dietingen.

Dietingen – Mithilfe eines vom Kreisfeuerwehrverband Tübingen entwickelten, modular aufgebauten Konzepts soll bei den Kindern frühzeitig eine altersgerechte Notfallkompetenz aufgebaut werden. Sie lernen, Brandgefahren zu erkennen, Brände zu vermeiden und im Ernstfall möglichst ruhig und umsichtig zu handeln. Das Wissen um die eigenen Handlungsmöglichkeiten gibt ihnen Sicherheit und kann dazu beitragen, Panik in einer Notfallsituation zu vermeiden. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren. Die Brandschutzerziehung übernimmt Nicole Scheible von der Feuerwehrabteilung Dietingen.

Zum Auftakt vermittelt sie den Kindern im Rahmen eines Grundmoduls direkt in der jeweiligen Einrichtung die wichtigsten Grundlagen. Die weiteren Einheiten können anschließend von den Erzieherinnen und Erziehern flexibel in den Kindergartenalltag integriert werden. In den einzelnen Einheiten erfahren die Kinder unter anderem, wie sie im Notfall Hilfe holen, ein Gebäude sicher verlassen und sich an einem Fenster bemerkbar machen können. Außerdem lernen sie, welche Materialien brennbar sind und welche Gefahren von Feuer und insbesondere von Rauch ausgehen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem sicheren Umgang mit Zündmitteln wie Streichhölzern und Feuerzeugen. Anhand alltäglicher Beispiele, etwa einer brennenden Kerze, werden mögliche Gefahrenquellen aufgezeigt. Die Kinder sollen nicht nur wichtige Regeln kennenlernen, sondern auch verstehen, weshalb vorbeugende Maßnahmen notwendig sind und wie sie selbst zur Vermeidung von Bränden beitragen können. Auch die Arbeit der Feuerwehr wird anschaulich vorgestellt. Die Kinder lernen die persönliche Schutzausrüstung der Einsatzkräfte kennen und erfahren, weshalb diese im Einsatz notwendig ist. Dadurch sollen mögliche Ängste vor Feuerwehrangehörigen in vollständiger Schutzkleidung und mit Atemschutzgerät abgebaut werden.

ür jedes Thema steht ein eigener Koffer mit den erforderlichen Materialien zur Verfügung. Jeder Koffer enthält außerdem ein Begleitheft mit Hinweisen zur Vorbereitung, einem ausführlichen Musterablauf und einer Übersicht über die jeweiligen Lerninhalte. Die Einheiten sind so konzipiert, dass sie ohne großen zusätzlichen Vorbereitungsaufwand durchgeführt werden können. Nach Abschluss der Einheiten erhält jedes Kind ein Zertifikat. Dieses würdigt die erfolgreiche Teilnahme und dient zugleich als bleibende Erinnerung an die Brandschutzerziehung.

Die Übergabe der Koffer fand am 27. Juli im Feuerwehrgerätehaus in Seedorf statt. Anwesend waren unter anderem Landrat Keckeisen, das Team des Fachgebiets Brandschutzerziehung des Kreisfeuerwehrverbandes Tübingen sowie Vertreterinnen und Vertreter des entsprechenden Fachgebiets des Kreisfeuerwehrverbandes Rottweil. Die Anschaffung der Koffer für die Gemeinde Dietingen wurde durch eine großzügige Spende finanziert. Die Gemeinde und die Gesamtfeuerwehr Dietingen bedanken sich herzlich beim Spender, der die Umsetzung dieses wichtigen Projekts ermöglicht hat. Die ersten Termine in den örtlichen Kindergärten sind bereits geplant, sodass das neue Angebot schon bald starten kann. Das gemeinsame Projekt von Feuerwehr und Kindergärten leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Kinder in der Gemeinde Dietingen.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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