Das Land Baden-Württemberg finanziert den Digital Hub Schwarzwald-Baar-Heuberg für weitere zwei Jahre mit rund 500.000 Euro. Zur Region gehört neben den Kreisen Tuttlingen und Schwarzwald-Baar auch der Landkreis Rottweil – Betriebe aus Rottweil, Schramberg und Oberndorf können die Angebote also nutzen. Feste Anlaufstellen gibt es allerdings nur in Tuttlingen, St. Georgen und Villingen-Schwenningen.
Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat am Donnerstag, 23. Juli, vier symbolische Förderschecks an regionale Digitalisierungszentren übergeben. Einer davon ging an den Digital Hub Schwarzwald-Baar-Heuberg. Die Summe: rund 500.000 Euro, verteilt auf zwei Jahre. Die gleiche Summe erhalten die Hubs in Ostwürttemberg, Rhein-Neckar und Heilbronn-Franken.
Getragen wird der hiesige Hub laut Ministerium von der MedicalMountains GmbH aus Tuttlingen, der Wirtschaftsinitiative bwcon GmbH und der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung mit Sitz in Villingen-Schwenningen.
Angebote für kleinere Betriebe
Der Hub richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen. Nach Darstellung des Wirtschaftsministeriums geht es um Zugang zu Wissen und praxisnahen Lösungen in den Feldern Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Robotik.
Ein Schwerpunkt liegt demnach auf sogenannter Edge-KI – also auf der Auswertung von Maschinen- und Prozessdaten direkt vor Ort und in Echtzeit, statt über zentrale Rechenzentren. Anwendungsfelder sieht das Ministerium in Produktion, Wartung, Qualitätssicherung und Kundenservice.
Region ja, Standort nein
Für den Landkreis Rottweil ist die Förderung mit einer Einschränkung verbunden. Der Kreis bildet zusammen mit dem Schwarzwald-Baar-Kreis und dem Landkreis Tuttlingen die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg – Unternehmen aus Rottweil, Schramberg, Oberndorf oder Sulz zählen damit ausdrücklich zur Zielgruppe.
Die drei genannten Standorte des Hubs liegen jedoch alle außerhalb des Kreises. Wer aus dem Landkreis Rottweil Labore, Werkstätten oder Schulungsräume nutzen will, muss dafür anreisen. Ergänzend kündigt das Ministerium Pop-up-Formate an, mit denen der Hub in der Fläche präsent sein soll. Wo und wie oft diese stattfinden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Zwölf Standorte, sechs Millionen Euro
Das Land unterstützt seit 2018 branchenoffene Digitalisierungszentren. Bis 2028 will das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus insgesamt rund sechs Millionen Euro in zwölf solcher Standorte investieren. Nach Angaben des Ministeriums wurden über die Hubs bislang landesweit rund 1.400 Digitalisierungsprojekte angestoßen. Belastbare Zahlen dazu, wie viele davon auf den Landkreis Rottweil entfallen, nennt die Mitteilung nicht.
Ein Blick zurück zeigt zudem, dass die aktuelle Summe unter früheren Beträgen liegt: In einer vorangegangenen Förderphase hatte das Konsortium für den Hub Schwarzwald-Baar-Heuberg nach Angaben beteiligter Partner rund 932.700 Euro erhalten. Ob sich damit auch der Umfang der Angebote verändert, ist offen.
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