Rottweil – Das Zimmertheater Rottweil lädt vom 12. bis 15. November zu vier Veranstaltungen ein: einer Lesung, den Theaterstücken „Anne-Marie die Schönheit“ und „Der Abschiedsbrief“ sowie einem Konzert. Den Anfang macht eine Lesung zu Künstlicher Intelligenz im Café, der Eintritt ist frei.

Den Auftakt macht am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr „Future Culture – Kunst & KI?“. Die Schauspielerinnen Susanna Bihari und Daja Fuhrmann präsentieren literarische und eigens konstruierte Texte von und zum Thema Künstliche Intelligenz. Wie das Theater mitteilt, bildet der Abend den Abschluss eines EU-Projekts, das Bihari mitkonzipiert hat und das in Freistadt in Österreich stattfand. Auch das Zimmertheater Rottweil war dort zu Gast. Das Publikum erwarte ein Potpourri, das klassische und moderne Literatur mit KI-generierten Werken verbindet. Im Anschluss ist Gelegenheit zum Gespräch.
Das spartenübergreifende Kulturprojekt „Future Culture – Kunst & KI Welten transnational“ widmet sich der kreativen und kritischen Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz in Kunst und Gesellschaft. Über das gesamte Jahr hinweg wurde in Literatur, Film, Musik, digitaler und bildender Kunst sowie in verschiedenen Talk-Formaten ausgelotet, wo die Grenze zwischen menschlicher Kreativität und Maschine verläuft. Das Programm richtete sich an Jung und Alt. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit des österreichischen Vereins kult:Mühlviertel mit dem Zimmertheater Rottweil und wird durch das Programm LEADER transnational Kultur gefördert.
Am Freitag, 13. November, um 20 Uhr folgt „Anne-Marie die Schönheit“, ein Solo der Autorin Yasmina Reza („Kunst“, „Gott des Gemetzels“). Thomas Giegerich spielt die alternde Schauspielerin Anne-Marie Mille, die über ihr Leben Auskunft gibt und das Publikum an dessen Höhen und Tiefen teilhaben lässt. Die Autorin hat verfügt, dass nur ein Mann diese Rolle spielen darf. Regie führt Peter Staatsmann. „Ein Abend in ihrem Wohnzimmer im Zimmertheater ist kurzweilig und unbedingt einen Besuch wert“, schrieb Stefanie Siegmeier im Schwarzwälder Boten.
Am Samstag, 14. November, um 20 Uhr steht „Der Abschiedsbrief“ auf dem Programm. Der erfahrene Psychoanalytiker Julien will alles hinter sich lassen und verschwinden, ohne einen Abschiedsbrief zu schreiben – doch es kommt anders, als er es sich gedacht hat. Der Abend erzählt vom Loslassen und Neuanfangen und vom Mut, das Leben zu meistern. Unter der Regie von Peter Staatsmann spielen Valentina Sadiku und Martin Olbertz. NRWZ-Autor Andreas Linsenmann urteilte über das Stück: „Alles in allem: Ein perfekter Theaterabend (nicht nur) für Ehepaare!“
Den Abschluss bildet am Sonntag, 15. November, um 18 Uhr das Konzert „Fürchten wir das Beste“. Die Sängerin Karoline Trübenbach und der Pianist Michael Rayher präsentieren Songs von Kreisler, Weill und Eigenem, einen musikalisch-literarischen Abend mit schwarzem Humor, scharfzüngiger Gesellschaftskritik und Geschichten über verlorene Lieben. Zu hören sind auch Rayhers Vertonungen von Hölderlin-Gedichten, mal klassisch, mal jazzig. Kreisler, Weill und Hölderlin verbinde das gemeinsame Schicksal der äußeren beziehungsweise inneren Emigration, heißt es in der Ankündigung. Die Lieder erzählten von Sehnsucht nach Heimat und Identität, von Liebe und von der Kraft, die aus Hoffnung und Furcht entstehen könne.
Karten gibt es über die Homepage des Zimmertheaters, an der Abendkasse und in der Buchhandlung Klein in Rottweil. Reservieren lässt sich per E-Mail an info@zimmertheater-rottweil.de.