Kaum war der Dienst angetreten, ertönte bereits der erste Alarm, eine ausgelöste
Brandmeldeanlage bei einer Firma auf der Saline. Für die Mitglieder der Jugendgruppe der Feuerwehr Rottweil begann am Samstagmorgen um 8 Uhr ein ganz besonderes Wochenende: Beim 24-Stunden-Dienst schlüpften die Jugendlichen in die Rolle einer Berufsfeuerwehr. Bis Sonntagmorgen um 8 Uhr galt es, insgesamt 16 abwechslungsreiche Übungseinsätze zu bewältigen – von der kleinen technischen Hilfeleistung über einen Gefahrgutunfall bis hin zum gemeldeten Gebäudebrand.
Rottweil – Während des gesamten Wochenendes blieb kaum Zeit zum Verschnaufen. Immer wieder wurden die Nachwuchsfeuerwehrleute per Alarmgong im Feuerwehrhaus zu neuen Einsatzstellen alarmiert. Nach jeder Alarmierung rückten die Jugendlichen mit den Einsatzfahrzeugen aus, erkundeten die Lage und arbeiteten die verschiedenen Einsatzszenarien gemeinsam mit ihren Betreuern ab. Ziel des 24-Stunden-Dienstes ist es, den Feuerwehralltag möglichst realitätsnah abzubilden und das im Übungsdienst Erlernte unter einsatzähnlichen Bedingungen anzuwenden.
Zu einer der anspruchsvolleren Übungen gehörte die Rettung eines gestürzten Mountainbikers
auf einem Trail des Schneelaufverein an der Roten Steig. Da sich die Einsatzstelle in unwegsamen Gelände befand, wurde die Bergwacht Rottweil zur Unterstützung hinzugezogen. Gemeinsam gelang es den Einsatzkräften, den verletzten Radfahrer sicher aus dem unwegsamen Gelände zu retten.
Diese Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig das reibungslose Zusammenspiel verschiedener
Hilfsorganisationen bei besonderen Einsatzlagen ist. Dies konnte direkt im Anschluss bei einer
gemeldeten Person in Wasser ebenfalls gezeigt werden, hierbei wurde zusätzlich die DLRG dazu
gerufen.
Für viele Eltern bot sich ebenfalls die Gelegenheit, die Arbeit ihrer Kinder aus nächster Nähe zu
verfolgen. Bei einem simulierten Gefahrgutunfall auf dem Gelände einer Rottweiler Firma konnten
sie beobachten, mit welcher Konzentration und Professionalität die Jugendlichen vorgingen. Nach der Erkundung der Einsatzstelle wurden die notwendigen Maßnahmen eingeleitet und die
Lage Schritt für Schritt abgearbeitet – ganz nach den Grundsätzen der Feuerwehr.
Den Höhepunkt des Wochenendes bildete schließlich der letzte Alarm in der Nacht zum Sonntag.
Gemeldet war ein B4-Gebäudebrand – das größte und zugleich anspruchsvollste Einsatzszenario
des 24-Stunden-Dienstes. Mehrere Trupps gingen zur Brandbekämpfung vor, während weitere
Kräfte die Wasserversorgung sicherstellten und die Einsatzstelle absicherten.
Nach 24 ereignisreichen Stunden endete ein Wochenende, das den Jugendlichen nicht nur
feuerwehrtechnisches Wissen vermittelte, sondern auch Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein
und Kameradschaft stärkte. Die insgesamt 16 Einsätze verlangten den Nachwuchskräften einiges
ab – und zeigten zugleich, wie engagiert und motiviert die jungen Feuerwehrangehörigen ihre
Aufgaben meistern.















